Tipps und Links

Handy, Smartphone und PC sind bei den Mädchen fester Bestandteil des Alltags geworden und als ständiger Begleiter nahezu immer zugegen. Neben dem Hören von Musik und dem Surfen im Internet spielt dabei die Kommunikation eine große Rolle: das Nutzen von Messenger Apps, das Telefon und das Versenden von Filmen und Fotos (siehe z.B. die Jim Studie 2014).

Für Erwachsene ist die heutige Kommunikationskultur der Mädchen nicht immer nachvollziehbar, sind sie selbst doch noch mit ganz anderen Kommunikations-Medien aufgewachsen. Befürchtungen über Risiken und Gefahren des Internets stehen daher oft im Fokus. Dabei darf nicht vergessen werden: mit neuen Technologien sind neben Gefahren auch immer Chancen verbunden. Doch wie können Eltern und Fachkräfte den Mädchen in einer an Chancen orientierten und zugleich risikoarmen Online-Kommunikation bestärken? Und wie können sie darauf reagieren, wenn sie erfahren, dass intime Fotos oder Videos ihrer Tochter im Internet zirkulieren, ein Mädchen gemobbt wird, mit der Internetbekanntschaft stundenlang telefoniert und sich mit ihr treffen möchte?

Eltern und Bezugspersonen werden dann ganz schön gefordert, möchten sie doch die Mädchen vor Gefahren schützen, kommen dabei aber schnell an ihre eigenen Grenzen. Ihre Sorge schlägt dann manchmal in Unverständnis um und es werden Schuldzuweisungen ausgesprochen. Mit dem Ergebnis, dass die Mädchen sich aus Scham zurückziehen und nicht mehr ‚erreichbar‘ sind. Häufig ist es so, dass sich die Mädchen ohnehin die Schuld an allem geben und mit der ganzen Situation sehr überfordert sind. Dabei sind die Mädchen die Opfer, da das Recht am eigenen Bild, eine Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen, Beleidigungen, Nötigungen, Verleumdungen etc. mögliche Straftatbestände sind. Es sollte also um den Schutz der Mädchen gehen, das Opfer trägt keine Schuld!

Um die Mädchen gut zu unterstützen, sollten Sie sich bei Fragen rund um das Thema ‚Internetsicherheit‘ und bei Beratungsanliegen an Beratungsstellen wenden. 

 

Tipps

Wir geben Ihnen 10 Tipps zur Förderung eines risikoarmen Umgangs mit Online-Medien:


Tipp 1:

Interessieren und informieren Sie sich!

Tipp 2:

Sprechen Sie mit den Mädchen über Risiken im Internet! Surfen und chatten Sie auch mal gemeinsam!

Tipp 3:

Holen Sie sich bei Bedarf Unterstützung in einer Beratungsstelle!

Tipp 4:

Überprüfen Sie die Seriosität der Anbieter! (z.B. auf www.jugendschutz.net)

Tipp 5:

Besprechen Sie mit dem Mädchen, was man im Ernstfall machen kann!

Tipp 6:

Finden sie gemeinsam feste Regeln zur Mediennutzung!

Tipp 7:

Beziehen Sie Stellung!

Tipp 8:

Bieten Sie Alternativen statt Verbote auszusprechen!

Tipp 9:

Tauschen Sie sich untereinander aus!

Tipp 10:

Keine Schuldzuweisungen, nicht das Opfer trägt die Schuld, sondern der Täter!

 

Links

Auf den folgenden Seiten finden Sie weitere hilfreiche Tipps, Links und Unterrichtsmaterialien rund um das Thema Online-Medien:

www.klicksafe.de
klicksafe ist eine Sensibilisierungskampagne zur Förderung der Medienkompetenz im Umgang mit dem Internet und neuen Medien im Auftrag der Europäischen Kommission.


www.chatten-ohne-risiko.net
jugendschutz.net untersucht seit 2004 zahlreiche Kommunikationsdienste, die bei Kindern und Jugendlichen beliebt sind bzw. sich direkt an diese Zielgruppe richten, um herauszufinden, wie gefährlich sie für ihre jungen User sein können.


www.handysektor.de
Die Internetseite www.handysektor.de ist ein werbefreies Informationsangebot für Jugendliche, das dich bei einem kompetenten Umgang mit mobilen Medien unterstützen will.


www.surfen-mit-sinn.de
Die Netzwerkpartner von SIN(N) haben den Lern- und Lehrraum Schule im Fokus und fördern das Lernen mit Online-Medien. Sie thematisieren gezielt die Chancen und Risiken der Internetnutzung an Bielefelder Schulen im Rahmen von Fortbildungsangeboten für Lehrkräfte, Eltern-Informationen, Schülerprojekten und Fachtagungen.